Heuschnupfen und Hyposensibilisierung

 

 

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Heuschnupfen
Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung in Deutschland. Sie tritt immer dann auf, wenn die Natur blüht und die Pollen fliegen.

 

Beschwerden: Verstopfte Nase, Fließschnupfen, Juckreiz, tränende und brennende Augen sowie Niesreiz. Oft reagiert man zunächst auf nur eine Pollensorte. Im Laufe der Jahre kann sich die Allergie allerdings auf mehrere Pollenarten ausdehnen. Außerdem kann der Heuschnupfen mit der Zeit in die unteren Atemwege absinken und zum allergischen Asthma führen.

 

Auslöser: Der Heuschnupfen wird durch Pollen von blühenden Blumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide etc. ausgelöst. Die Symptome des Heuschnupfens können auch auftreten, wenn Menschen z.B. an einer Tierhaar-Allergie leiden.

 

Vorbeugung: Am Pollenflugkalender kann man ablesen, wann welche Pollen fliegen. Besonders gern fliegen sie übrigens in den Morgenstunden, deshalb: Fenster zu und keine Spaziergänge. Das gleiche gilt auch bei Wind. Dagegen ist bei und nach Regen die Luft nahezu rein. Übrigens: auch Vasenblumen und Zimmerpflanzen verbreiten Pollen.

 

In Honig und Kräutertees können ebenfalls Pollenrückstände sein. Pollen verkriechen sich auch gern in Straßenkleidung, die natürlich nicht ins Schlafzimmer eines Allergikers gehört. Und: abendliches Haarewaschen spült eingefangene Pollen vom Kopf.

Da Pollen bei Wind oft Hunderte von Kilometern weit fliegen, ist es kaum möglich, dem Allergen zu entgehen. Sobald die allergieauslösende Pollensorte mit ärztlicher Hilfe gefunden ist, kann deshalb eine Hyposensibilisierung in Erwägung gezogen werden. Außerdem gibt es wirksame Medikamente zur Linderung der Beschwerden.

 

Allergischer Dauerschnupfen
Beschwerden: Verstopfte Nase, Niesreiz, Fließschnupfen. Wie der Heuschnupfen, kann sich auch der allergische Dauerschnupfen mit den Jahren zu einem allergischen Asthma entwickeln.

Auslöser: Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Hautschuppen von Haustieren (nicht, wie häufig angenommen, nur die Haare der Tiere).

 

Tipps:

  • Milben mögen keine frische Luft, deshalb: viel lüften.
  • Nach Möglichkeit auf Teppichböden verzichten.
  • Statt Vorhängen lieber Rollos an die Fenster anbringen.
  • Ledersofas statt Stoffsofas aufstellen.
  • Mit einem feuchten Tuch Staub wischen.
  • Stofftiere zur Abtötung der Milben für einige Stunden in den Eisschrank     legen.

 

Was bewirkt eine Hyposensibilisierung?
Die Hyposensibilisierung soll die Überempfindlichkeit des Allergikers beheben oder zumindest die Reaktion seines Abwehrsystems auf das Allergen möglichst deutlich vermindern. Dazu wir ein stark verdünnter Extrakt des Allergens in steigender Dosierung und Konzentration solange verabreicht, bis die gewünschte Höchstdosis erreicht ist.

 

Eine erfolgreiche Hyposensibilisierung liegt dann vor, wenn bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen keine oder nur noch geringfügige allergische Reaktion auftreten.

 

Die Behandlungszeit beträgt in der Regel 3 Jahre. Bei einer Allergie gegen Wespen- oder Bienengift ist manchmal eine 3-5 jährige Behandlung erforderlich.

 

Wie wird eine Hyposensibilisierung durchgeführt?
Das nachgewiesene Allergen wird stark verdünnt unter die Haut (subkutan) an der Außenseite des Oberarms gespritzt. Zu Beginn der Behandlung wird wöchentlich eine Spritze verabreicht, später wird der Abstand zwischen den Injektionen auf vier Wochen ausgedehnt. In Ausnahmefällen (z.B. bei Kleinkindern) kann die Hyposensibilisierung auch in  Form von Tropfen eingenommen werden.

 

Behandlungserfolg
Umfangreiche Statistiken zeigen, dass die Behandlung bei 70-85 % der Patienten sehr erfolgreich ist, d.h. die Betroffenen sind tatsächlich symptomfrei oder alle Symptome sind deutlich zurückgegangen. Der Behandlungserfolg ist abhängig vom Allergen, der Schwere der Erkrankung und vom Alter des Patienten. Je früher die Hyposensibilisierung begonnen wird und je konsequenter die Behandlung durchgeführt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

 

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